Was kostet die E-Rechnung über Peppol?

Was kostet die E-Rechnung über Peppol? Das ist sehr unterschiedlich: von kostenlosen Einstiegsdiensten bis zu Integrationsprojekten für multinationale Konzerne. Diese Seite zeigt, woher diese Unterschiede kommen, damit Sie wissen, wo Sie stehen.

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Wer Rechnungen über Peppol senden oder empfangen möchte, fragt sich schnell, was das kostet. Die Kosten der E-Rechnungsstellung über Peppol bestehen nicht aus einem festen Betrag, sondern aus einer Summe von Bausteinen, die jeder Anbieter anders gestaltet. Diese Seite erklärt, aus welchen Bestandteilen sich die Kosten zusammensetzen, welche Faktoren den Preis bestimmen und wie das Angebot von kostenlos bis zur individuellen Lösung reicht.

Beträge nennen wir bewusst nicht: Preise ändern sich und unterscheiden sich stark je nach Anbieter. Bei Fragestellungen wie einer ERP-Anbindung, mehreren Einheiten oder mehreren Ländern lässt sich der Preis zudem nicht im Voraus angeben. Im Vergleichsportal finden Sie Anbieter, die zu Ihrer Situation passen; den Preis erfragen Sie anschließend bei ihnen.

Was bringt es Ihnen?

Stellen Sie die Kosten immer dem gegenüber, was Rechnungen Sie heute kosten: abtippen, prüfen, Fehler korrigieren, mahnen. E-Rechnungen kommen direkt in der Buchhaltung Ihres Kunden an, werden schneller verarbeitet und dadurch oft schneller bezahlt. Auf der Einkaufsseite entfällt die manuelle Erfassung. Ermitteln Sie daher nicht nur, was ein Anbieter kostet, sondern auch, was Ihr aktueller Rechnungsprozess kostet.

Wie funktioniert die Bezahlung für Peppol?

Peppol ist ein Netzwerk mit gemeinsamen Vereinbarungen und Standards. Als Unternehmer binden Sie sich nicht selbst an das Netzwerk an: Das erfolgt über einen Peppol Service Provider, der Ihre Rechnungen im richtigen Format versendet und eingehende Rechnungen für Sie empfängt. Sie bezahlen diesen Service Provider oder den Anbieter Ihrer Buchhaltungs- oder ERP-Software, in die ein Service Provider integriert ist. Das Peppol-Netzwerk selbst stellt Ihnen keine gesonderten Nachrichtengebühren in Rechnung. Sie bezahlen Ihren eigenen Service Provider; Ihr Geschäftspartner bezahlt seinen.

Die Bausteine eines Preises

Dies sind mögliche Bestandteile, aus denen sich der Preis eines Anbieters zusammensetzen kann; nicht jeder Bestandteil gilt bei jedem Anbieter. Manche Anbieter berechnen überhaupt keine zusätzlichen Kosten, weil alles bereits in einem Paket enthalten ist. Andere Anbieter arbeiten mit einer Kombination aus festen und variablen Kosten, die sich aus (einem Teil) der folgenden Komponenten zusammensetzt.

Festes Abonnement

Viele Anbieter berechnen ein periodisches Abonnement, monatlich oder jährlich. Dafür erhalten Sie Zugang zur Plattform, eine Registrierung im Peppol-Netzwerk und oft ein bestimmtes Kontingent an Dokumenten.

Preis pro Dokument

Zusätzlich zu oder anstelle eines Abonnements berechnen viele Anbieter einen Preis pro gesendetem oder empfangenem Dokument. Achten Sie darauf, was als "Dokument" zählt: nur Rechnungen oder auch Gutschriften und Bestellungen.

Einmalige Einrichtungskosten

Bei einfachen Lösungen beschränkt sich die Einrichtung oft auf Anmeldung und Registrierung. Bei größeren Organisationen kommen Kosten für Konfiguration, Tests und die Umstellung von Stammdaten hinzu.

Anbindung an Buchhaltungs- oder ERP-Software

Ist Peppol bereits in Ihre Buchhaltungssoftware integriert, sind die zusätzlichen Kosten meist begrenzt. Arbeiten Sie mit einem ERP-System oder einer Individualsoftware, ist eine Anbindung nötig, die einmalige und laufende Kosten mit sich bringt.

Empfangen im Vergleich zum Senden

Bei vielen Anbietern ist das Empfangen von E-Rechnungen günstiger als das Senden oder im Basispaket enthalten. Das ist keine feste Regel: Betrachten Sie immer beide Richtungen.

Welche Faktoren bestimmen die Kosten der E-Rechnungsstellung über Peppol?

Rechnungsvolumen

Die Anzahl der Dokumente pro Monat oder pro Jahr ist bei den meisten Preismodellen der wichtigste Faktor. Bei geringem Volumen fällt das Abonnement stärker ins Gewicht; bei hohem Volumen wird der Preis pro Dokument entscheidend.

Länder, in denen Sie Rechnungen stellen

Jedes Land hat eigene Anforderungen, die über die europäische Norm hinausgehen. In Belgien ist Peppol der Standard zwischen Unternehmen. In Frankreich läuft die E-Rechnungsstellung über eine plateforme agréée (zugelassene Plattform), was ein eigener Kostenposten sein kann. In Deutschland sind XRechnung und ZUGFeRD verbreitet. In den Niederlanden und in Luxemburg spielt Peppol vor allem gegenüber der öffentlichen Hand eine Rolle. Nicht jeder Anbieter deckt all diese Länder gleich gut ab.

Komplexität der Integration

Eine Standardanbindung an eine bekannte Buchhaltungssoftware ist etwas anderes als eine Integration in ein ERP-System mit eigenen Feldern oder Freigabeprozessen. Je komplexer die Integration, desto höher die Kosten.

Support und Serviceleistungen

Standardsupport ist oft im Preis enthalten. Feste Ansprechpartner, vereinbarte Reaktionszeiten (SLA) oder Unterstützung bei der Anbindung von Geschäftspartnern werden oft gesondert berechnet.

Zusätzliche Dienste

Manche Anbieter bieten mehr als nur Peppol: Archivierung, Validierung oder Rechnungsverarbeitung. Vergleichen Sie dann Gleiches mit Gleichem. Welche Formen der E-Rechnung es gibt, lesen Sie unter Formen der E-Rechnung.

Anbieterwechsel und Abhängigkeit

Fragen Sie, was es kostet, später den Anbieter zu wechseln. Können Sie Ihre Peppol-ID und Registrierung mitnehmen, und erhalten Sie Ihr Rechnungsarchiv?

Von kostenlos bis individuell

Das Angebot reicht von kostenlosen Einstiegsdiensten bis zu Integrationsprojekten ohne feste Obergrenze. Fünf Stufen, von einfach bis komplex.

Kostenloser Einstieg

Manche Anbieter bieten das Senden, und manchmal auch das Empfangen, kostenlos über ein Webportal an. Meist erfassen Sie Rechnungen dann manuell, und der Funktionsumfang ist begrenzt. Das Geschäftsmodell liegt in kostenpflichtigen Zusatzleistungen, etwa einer Anbindung an Ihre Software, automatischer Verarbeitung, Archivierung oder weiteren Nutzern. Auch Behörden bieten in einigen Ländern kostenlose Portale für Rechnungen an die öffentliche Hand an, etwa in den Niederlanden, in Luxemburg und in Deutschland.

In Ihrer Software enthalten

Immer mehr Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme haben Peppol integriert. Das ist in Ihrer Lizenz enthalten oder ein kostenpflichtiges Modul.

Abonnement oder Paket

Ein separater Dienst über Portal oder API, mit einem festen Betrag pro Zeitraum, oft mit einem Dokumentenkontingent und einem Preis pro Dokument darüber hinaus.

Anbindung an Ihr ERP-System

Eine einmalige Implementierung plus laufende Betreuung. Ob es für Ihr System einen Standardkonnektor gibt, macht beim Preis einen großen Unterschied.

Individuelle Integration für multinationale Konzerne, Großunternehmen und Industrie

Mehrere ERP-Systeme, Altsysteme, bestehende EDI-Prozesse, Länder mit eigenen Systemen wie der plateforme agréée in Frankreich und Anforderungen an Monitoring und SLAs. Dies sind Projekte mit mehrjährigen Verträgen, und die Preisspanne ist nahezu unbegrenzt: Der Preis ergibt sich aus Ihrer IT-Landschaft.

Was dies für Unternehmen bedeutet

Mit dieser Checkliste ermitteln Sie die Kostenfaktoren für Ihre eigene Organisation.

Checkliste

Gehen Sie diese Punkte durch, um Ihre Situation zu erfassen:
  • ✓ Ermitteln Sie die Anzahl Ihrer gesendeten Rechnungen pro Monat
  • ✓ Ermitteln Sie auch die Anzahl Ihrer empfangenen Rechnungen pro Monat
  • ✓ Prüfen Sie, ob Ihre aktuelle Buchhaltungs- oder ERP-Software Peppol bereits unterstützt
  • ✓ Notieren Sie, in welchen Ländern Sie Rechnungen stellen und ob dort zusätzliche Anforderungen gelten
  • ✓ Legen Sie fest, ob Sie eine Standardanbindung nutzen können oder eine individuelle Lösung benötigen
  • ✓ Fragen Sie bei jedem Anbieter nach, was als Dokument zählt und was es über das Kontingent hinaus kostet
  • ✓ Fragen Sie nach einmaligen Kosten für Einrichtung, Anbindung und die Anbindung von Geschäftspartnern
  • ✓ Vergleichen Sie das Supportniveau und die Reaktionszeiten mit Ihrem Bedarf
  • ✓ Rechnen Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre durch, nicht nur den Monatspreis
  • ✓ Fordern Sie bei mehreren passenden Anbietern ein Angebot auf Basis Ihrer eigenen Situation an
Zum Vergleichsportal von Peppol.now

Für Behörden

Behörden in der gesamten EU müssen E-Rechnungen nach der europäischen Norm empfangen und verarbeiten können (Richtlinie 2014/55/EU). Für sie dreht sich die Kostenfrage vor allem um den Empfang in großem Umfang und die Anbindung an das Finanzsystem. Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Organisation an eine zentrale oder gemeinsame Lösung angebunden werden kann, bevor Sie eine eigene Lösung ausschreiben. Mehr dazu lesen Sie in E-Rechnung für Behörden.

Zusammenfassung

Die Kosten der E-Rechnungsstellung über Peppol reichen von kostenlos bis zur individuellen Lösung ohne feste Obergrenze. Wo Sie landen, hängt von Ihrem Volumen, Ihrer Software und IT-Landschaft, den Ländern, in denen Sie geschäftlich tätig sind, und dem gewünschten Serviceniveau ab. Fordern Sie bei den Anbietern, die zu Ihrer Situation passen, ein individuelles Angebot an. Wie Sie anschließend auswählen, lesen Sie unter Eine E-Rechnungslösung wählen.

Welche Anbieter passen zu Ihrer Situation?

Finden Sie im Vergleichsportal Anbieter, die zu Ihrer Software, Branche und Ihrem Land passen, und fordern Sie ein individuelles Angebot an.

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